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Drei Nächte in MOVEment by Jan Paulich

«Der Prototyp von MOVEment ist so realitätsnah, dass man darin probewohnen könnte», hatten sie gewitzelt. «Wieso nicht? Das wäre doch cool!», hatte ich eingewendet. Tja, selberschuld. So schnell geht’s und man findet sich als Versuchskaninchen in einer futuristischen Wohnung mit verschiebbaren Raummodulen wieder.

Das Wohnen der Zukunft wird in der Schweiz mehr denn je von Einpersonenhaushalten geprägt. Schon heute machen diese einen Drittel aller Schweizer Haushalte aus, Tendenz steigend. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, entwickelte Halter, basierend auf einer Idee des Architekten Angelo Roventa, das innovative Wohnkonzept namens MOVEment. Das nachstehende Video zeigt eindrücklich auf, wie das modulare Raumkonzept die Einzimmerwohnung in eine vollwertige Zweizimmerwohnung verwandelt. Die ersten Wohnungen mit MOVEment werden bereits im Herbst 2019 im Projekt The Jay in Adliswil bezugsbereit sein. Weitere mehrere 100 Wohnungen sind in der gesamten Schweiz geplant, so beispielsweise auch im Claraturm am Messeplatz Basel.

Probewohnen mit Leib und Seele

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So sehen sie aus, der MOVEment-Prototyp und sein Versuchskaninchen.

Mir war von Beginn weg klar, dass ich eine gewisse Zeit im Prototypen verweilen wollte, sonst würde das Experiment ja irgendwie keine wirklichen Erkenntnisse bringen. Vier Tage und drei Nächte, Montag bis Donnerstag, so lautete deshalb die Abmachung. Da stand ich nun also am Montagnachmittag mit vollgepacktem Rucksack an der Pfingstweidstrasse 106 in Zürich bereit, um mein vorübergehendes Zuhause zu beziehen. Die hier ansässige Schwesterfirma von Halter, die Raumgleiter AG, hatte an Ihrer Geschäftsstelle freundlicherweise den notwendigen Platz für den Bau des Prototypen in Echtgrösse zur Verfügung gestellt.

Klick, schon schwebt das Bett durch die Wohnung


Bei meiner Ankunft stellte ich erfreut fest, dass die Wohnung nebst den realistischen Grössenverhältnissen auch sonst alles zu bieten hatte, was MOVEment ausmacht: die verschiebbaren Raummodule inklusive Bett, ein grosszügiges Bad, eine topmoderne Küche und verschiedene Lichtquellen. Raummodule und Licht liessen sich ganz bequem per Knopfdruck auf einem kleinen Touchscreen im Eingangsbereich steuern. Das Ausprobieren dieser technischen Features liess natürlich nicht lange auf sich warten, und schon war ich mitten im Experiment angekommen.

Die Raummodule bewegen sich bereits im Prototypen beinahe einwandfrei. Ich war fasziniert.

Um das befristete Testwohnen im Prototypen so effektiv wie möglich zu nutzen, hatte ich verschiedene Wohnszenarien eingeplant. Auf meine erste Nacht folgte deshalb ein Homeoffice-Tag, der mit einer Dusche im Büro-Badezimmer bei Raumgleiter startete. Das einzige, was der Prototyp nämlich nicht hatte, war ein Wasseranschluss. Ansonsten verlief mein Arbeitstag in MOVEment sehr angenehm. Ich testete das Arbeiten am Esstisch sowie die ausklappbare Arbeitsfläche an einem der Raummodule, was beides gut funktionierte. Weil ich in meinem echten Zuhause meistens am Ess- oder Küchentisch arbeite, zog ich diesen auch hier etwas vor. Die Positionierung der Raumelemente im Arbeitsmodus stellte sich hingegen als sehr praktisch heraus, weil ich so jederzeit ungehindert die überlebenswichtige Kaffeemaschine in der Küche erreichen konnte.

Kein Platzmangel, auch mit Besuch


Nach Feierabend wechselte das Experiment in ein neues Szenario: Der Besuch meiner (tatsächlichen) Freundin. Wenngleich ich für die Zubereitung des Apéros ohne fliessend Wasser etwas improvisieren musste, bot die Raumkonstellation «Gäste» ausreichend Platz, um in aller Gemütlichkeit den Prosecco aus der Dose zu geniessen. Der Schlafmodus von MOVEment liess uns zum Tagesende das Bett weiter ins Zentrum der Wohnung rücken, sodass die Liegefläche beidseits begehbar wurde und der Raum problemlos für eine Nacht zu zweit ausreichte.

Prost auf das gemeinsame Übernachtungs-Abenteuer in der provisorischen MOVEment-Wohnung.

Fazit: Wieso nicht?


Die letzten beiden Tage des Experiments vergingen wie im Flug. Unter anderem deshalb, weil ich mich bereits gut an die Funktionalitäten von MOVEment gewöhnt hatte und spielend zwischen den verschiedenen Raum- und Lichtkonstellationen wechselte. Meine Erfahrungen und Erkenntnisse gab ich zu guter Letzt an die Projektverantwortlichen seitens Zühlke weiter, deren Know-how Halter bei der technischen Entwicklung des Produktes konsultiert. Zum Abschluss wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könne, zukünftig in MOVEment zu wohnen. Angenommen, ich müsste beispielsweise aus Geschäftsgründen vorübergehend in eine andere Stadt ziehen: Klar! Nicht nur, aber gerade in diesem Fall scheint mir persönlich das moderne, flexible Konzept mit der umfangreichen Grundausstattung sehr attraktiv zu sein.

www.move-ment.ch

Titelbild: Visualisierung der Raumgleiter AG

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